Was bedeutet HDR-Fotografie und DRO-Modus

Foto: Canon

Teile von Bildern mit großen Helligkeitsunterschieden werden meist zu hell oder zu dunkel beziehungsweise unter- oder überbelichtet aufgenommen. Um auch unter solchen Bedingungen brilliante Bilderergebnisse zu erzielen, gibt es den HDR und den DRO-Modus, die eine Dynamikbereichsoptimierung bewirken. 

Für ein optimales Foto-Ergebnis unter extremen Lichtbedingungen gibt es die Möglichkeit mehrere Fotos in einer Bildserie mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufzunehmen. Diese setzte man dann mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie Adobe Photoshop zu einem HDR-Bild (High Dynamic Range) zusammen. Dabei ersetzt das Programm die Teile des Bildes, die zu dunkel oder zu hell sind, durch korrekt belichtete Teile aus den anderen Bildern der Serie. Das Ergebnis dieses sehr aufwendigen Prozesses ist ein Bild mit unglaublich hohem Dynamikumfang. Besonders Nachtszenen, bei denen der Kontrastbereich besonders hoch ist, lassen sich hierdurch so sehr gut abbilden. Die Lampen einer Straße sind klar als solche zu erkennen und auch in den dunkelsten Ecken zeichnen sich Konturen ab.

DRO-Modus: Canon 500D und 1000D

Einige digtale Spiegelreflexkameras (DSLR) können solche hohen Kontraste  durch den DRO-Modus (Dynamic Range Optimization) umsetzen. Diese Dynamikbereichoptimierung verändert primär die Durchzeichnung in den Schatten. Generell wird hierbei sehr raffiniert getrickst. Beim Fotografieren werden einzelne Bildbereiche separat analysiert und auch separat bearbeitet. Die Resultate sind, besonders bei sehr stark angewendetem DRO, dramatisch. Tiefen fehlen bei diesen Bildern meist gänzlich was besonders für den kreativen Fotografen interessant sein kann. Zu solchen Spiegelreflexkameras gehören die Canon 500D sowie die 1000D.

HDR-Funktion: Sony Alpha 500 und 550

Seitdem die beiden Neuerscheinungen alpha 500 und alpha 550 von Hersteller Sony auf dem Markt sind, ist das mühsame Erstellen von Hochkontrastbildern wesentlich komfortabler geworden. Sony verbaut in seinen beiden neuen digitalen Spiegelreflexkameras eine innovative HDR-Funktion, die in rascher Folge zwei unterschiedlich belichtete Bilder aufzeichnet und sie anschließend in einem aufwendigen Verfahren verrechnet. Der Fotograf merkt von dieser Arbeit nur wenig. Nach einigen Sekunden steht ihm ein Bild  mit  perfekt durchgezeichneten Tiefen und Lichtern zur Verfügung. Mühselige Bearbeitungen am Computer fallen somit weg.

Die neuen DSLRs werden mit immer schnelleren Prozessoren ausgerüstet, wodurch dem Fotografen immer wieder neue Funktionen zur Verfügung stehen werden. Der DRO und HDR Modus liefern dynamische und farbenfrohe Abbilder besonders in Situationen mit wenig Licht. Wem das noch nicht reicht, der kann die Werte meist auch manuell einstellen, sodass sich dem ambitionierten Fotografen neue künstlerische Varianten der Fotografie auftun.